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Heidewanderung mit Jürgen Schumann: Zwei Fliegen mit einer Klappe – Gemeinsamer Parkplatz für Leidenhausen und Wahner Heide

Ganz selten geht eine Heidewanderung mit Jürgen Schumann ohne konkrete Forderungen an die Politik zuende. Diese Erfahrung musste jetzt auch Fraktionschef Christian Joisten machen. Aber von Anfang an: Der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion hatte zu einer Wanderung durch die Wahner Heide eingeladen. Start bei um die 30 Grad Celsius war am Sonntagvormittag der Innenhof von Gut Leidenhausen. Geführt wurde die Wanderung von Jürgen Schumann, Vorgänger von Christian Joisten als Ratsmitglied für Wahn, Wahnheide, Lind und Libur, aber auch bekannt für seine Dokumentarfilme über die Wahner Heide.

Von Leidenhausen ging es über den Mühlenweg in die  Nordheide zur Brunnengalerie, die für unser Trinkwasser sorgt, dann zu den Überresten der früheren Gärtnerei von Schloss Röttgen. Neben dem Grundstück ist eine Streuobstwiese angelegt worden, wobei der Schutz an den jungen Bäumchen gegen den Rotwildverbiss auffällt. Auf dem Wanderweg davor gab es eine erste Forderung an Christian Joisten: Er solle sich dafür einsetzen, meinten die Wanderer, dass hier eine Baumbank aufgestellt werde, um den Besuchern der Wahner Heide eine Sitzgelegenheit zu ermöglichen. Keine  Parkbank müsse es sein, sondern ein ortsüblicher, landschaftskonformer Baumstamm. Normale Bänke wolle man nicht, wurde betont, weil sie nicht in die naturbelassene Landschaft passten.  Darüber werde er mit dem Bundesforst sprechen, sagte Christian Joisten und darüber hinaus den Vorschlag machen, solche Baumbänke auch an anderen Stellen in der Wahner Heide aufzulegen.

Nach weiteren Stationen, an denen Jürgen Schumann über die Tier- und Pflanzenwelt der Wahner Heide referierte sowie über ihre Geschichte, traf die Wandergruppe kurz vor ihrem Ziel auf dem kleinen Parkplatz am Grengeler Mauspfad ein. Christian Joisten wurde hier mit einem weiteren Problem konfrontiert, dass auch für Gut Leidenhausen und die dort beheimateten Umwelteinrichtungen eine große Rolle spielt: Leidenhausen ist von den Parkplätzen am Hirschgraben recht weit entfernt und vor allem für ältere Menschen nicht immer leicht zu erreichen. Eine gewisse Abhilfe könnte der Parkplatz zwischen Hirschgraben und Grengeler Mauspfad an der Mauer von Schloss Röttgen schaffen. Der Weg von hier nach Leidenhausen wäre auf jeden Fall kürzer. Ein erhebliches Hindernis für die Nutzung der Parkfläche an der Mauer sind aber die dort immer wieder abgestellten Lastwagen. Christian Joisten wurde von den Wanderern darauf hingewiesen, dass wenige hundert Meter weiter vor dem Parkplatz an der Bensberger Straße ein Sperrschild für LKW angebracht sei, das auch durchgehend beachtet werde. Der Parkplatz an der röttgenschen Mauer hätte auch den Vorteil, hieß es aus der Wandergruppe, dass er auch von Besuchern der Wahner Heide genutzt werden könnte, die jetzt noch von den Lastwagen abgeschreckt würden. Hier könne Christian Joisten gewissermaßen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, für Leidenhausen und die Wahner Heide, wenn er das Problem einer Lösung zuführe. Der SPD-Politiker versprach, mit den zuständigen Behörden darüber Kontakt aufzunehmen.

Nachdem schließlich auch noch eine zweite Bushaltestelle auf dem Grengeler Mauspfad für Leidenhausen angemahnt worden war,  konnten die Wanderer den von ihnen vorgeschlagenen Weg zusammen mit Christian Joisten zum Hofgut  auf seine Praxistauglichkeit hin ausprobieren. Zurück in Leidenhausen hatten sie darüber hinaus die Möglichkeit, ihre heute gewonnenen Eindrücke zu vertiefen:  Sie konnten sich sich im Heidezentrum den dort in einem Endlosband laufenden Film über die Wahner Heide von Jürgen Schumann anschauen.