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Burgallee in Wahn: Konfrontative Pädagogik und gelebte Ordnungspartnerschaft sind der Schlüssel!

Gestern hatte ich zu einem Vor-Ort-Termin in die Burgallee in Wahn eingeladen, um mich zusammen mit meinen Bezirksvertretungskollegen Christoph Weitzel und Nils Beuthert mit Anwohnern und interessierten BürgerInnen über die immer weiter ausartende Situation dort auszutauschen.
Mit dabei: Franco Clemens, einer der erfahrensten Streetworker Kölns.

Die Anwohner schilderten teilweise dramatische Szenen aus ihren verschiedenen Blickwinkeln und Rollen heraus und machten aus ihrer Enttäuschung über das bisherige Verhalten der Stadtverwaltung keinen Hehl. Denn auch 130 Unterschriften, die an die Oberbürgermeisterin gesendet wurden, waren dieser nicht einmal eine Eingangsbestätigung wert.

Wir konnten herausarbeiten, dass die Störungen, Pöbeleien, Drohungen sowie der Drogenhandel und die Vermüllung von sehr vielen verschiedenen Gruppen Jugendlicher ausgehen, die sich an den Parkbänken entlang der Burgalle und auf dem dortigen Kinderspielplatz immer wieder treffen.

Gemeinsam mit Franco Clemens haben wir darauf aufbauend einen Strategie entwickelt, wie wir dieser schwierigen und konfliktbeladenen Situation jetzt Schritt für Schritt aber sehr konkret begegnen wollen:

➡️ 1. Schritt: Vorhandene städtische Streetworker kurzfristig so häufig wie möglich einsetzen. Da diese aber für sehr große Bereiche der Stadt zuständig sind und daher zeitlich nur begrenzt in Wahn sein können, folgt der

➡️ 2. Schritt: Ein eigenes Streetworker-Projekt für den Bereich Wahn und Umgebung, für eine wirklich intensive und nachhaltige Ansprache der Jugendlichen. Da der städtische Haushalt kurzfristig nicht ausreichend Mittel dafür vorsieht, werde ich mich um Drittmittel, beispielsweise von Stiftungen und potenten Anliegern bemühen, damit mittelfristig 2 feste Streetworker mit sogenannter „konfrontativer Pädagogik“ zum Einsatz kommen können.

➡️ Begleitend werden wir uns um eine ortsnahen Örtlichkeit bemühen, um einen Rückzugsraum für die Jugendlichen schaffen zu können. Unabhängig davon sind wir ja ohnehin dabei, für den Bauspielplatz Senkelsgraben in Wahnheide ein neues Trägermodell zu entwickeln, damit dieser ebenfalls Angebote für ältere Jugendliche konzipieren kann.

➡️ Sehr kurzfristig werde ich mich um eine Beschilderung der „Öffnungs- und Schließzeiten“ des Kinderspielplatzes bemühen, damit Ansprachen und Platzverweise von Polizei und Ordnungsdienst einen nachvollziehbaren Rahmen erhalten.

➡️Der Einsatz von Polizei und Ordnungsdienst soll ebenfalls forciert und mittelfristig mit dem örtlichen Streetwork zu einer lokalen Ordnungspartnerschaft entwickelt werden, wobei effektive und als Sanktion empfundene Maßnahmen der Sicherheitsbehörden im Mittelpunkt stehen müssen.

Um diese Schritte und Maßnahmen wirkungsvoll umzusetzen, bin ich und sind wir auf die Mitarbeit aller angewiesen, die sich regelmäßig in diesem Bereich aufhalten. Wer also sachdienliche Hinweis zu Wochentagen, Uhrzeiten und Personengruppen machen kann, ist herzlich eingeladen, diese mir als persönliche Nachricht zukommen zu lassen.

Vielen Dank an alle, die sich gestern sehr sachlich und zielorientiert eingebracht haben! Das ist ein echtes Pfund, mit sovielen differenzierten und konstruktiven Menschen gemeinsam politische Initiativen ergreifen zu können! Danke dafür!
Vielen Dank auch an Franco Clemens und seine Begleitung „Bowie“, dass sei einen Teil ihres Wochenendes geopfert haben, um uns in Wahn ehrenamtlich zu unterstützen! Vorbildliche Straßenköter!