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Mindeststandards für die Unterbringung von Flüchtlingen beschlossen

Joisten_Christian_125qPaetzold_Michael_125qFür die zu uns geflüchteten Menschen gelten nun Mindeststandards bei der Unterbringung. Mehr Sozialarbeiter, bessere medizinische Betreuung und auch eine Stärkung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind zentrale Verbesserungen, die auf Drängen der SPD im Rat durchgesetzt wurden.

Michael Paetzold, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion: „Endlich haben wir verbindliche Mindeststandards für die Unterbringung der Flüchtlinge beschließen können. Das heißt konkret: Niemand muss im Winter frieren, es gibt regelmäßige Mahlzeiten und Zugang zu Getränken, es gibt genügend Duschen und abschließbare Toiletten. Es dürfen nicht mehr als 100 Personen in einer Halle und nicht mehr als 500 Personen an einem Standort untergebracht werden. Kojen und Sichtschutzwände im Schlafbereich sorgen für ein Mindestmaß an Privatsphäre.“

In einem gemeinsamen Antrag mit den anderen Fraktionen wurde sichergestellt, dass die Unterbringung von Menschen nicht nach Kassenlage erfolgen darf. Deshalb wird es in den für die Flüchtlingsunterbringung genutzten Turnhallen, Baumärkten, Lagerhallen und Leichtbauhallen auf Drängen der SPD nun mehr Sozialarbeiter und eine bessere medizinische Versorgung geben – damit Hilfe dort zuerst ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird.  

Christian Joisten, integrationspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion dazu: „Besonders froh bin ich, dass hier auch noch mal ein Zeichen des Respektes und des Dankes an das Ehrenamt ausgesandt wird. Denn ohne die ehrenamtlichen Strukturen vor Ort, ohne die freiwillige Arbeit in der Flüchtlingshilfe wird Integration nicht gelingen. Deshalb haben wir uns dafür eingesetzt, dass die ehrenamtlichen Willkommensinitiativen durch professionelle Unterstützung mit zusätzlichen Sozialarbeitern gestärkt werden. Auch hier gilt: eine so zentrale Aufgabe wir die Integration der Flüchtlinge in unsere Gesellschaft muss uns auch etwas Wert sein und darf nicht nach Kassenlage erfolgen. Nur so gewinnen am Ende alle!“