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Bürgerdialog zur geplanten Flüchtlingsunterkunft Urbach

15016266_1340031132696137_7738757142259258243_oGestern haben wir vielen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die derzeit bekannten Details zu der geplanten Flüchtlingsunterkunft in Urbach vorgestellt und intensiv diskutiert.
Dabei wurde sehr deutlich, dass der Großteil der Anwesenden keine grundsätzlichen Vorbehalte gegenüber Flüchtlingen hat, sondern in erster Linie die vorgesehen Zahl von 400 unterzubringenden Flüchtlingen als zu hoch betrachten.

buergersprechstunde-urbach_20161109Deshalb stand auch die Frage der nachhaltigen Integration der Flüchtlinge bei vielen Wortbeiträgen im Vordergrund. Ebenso deutlich wurden aber auch vorhandene Ängste und Sorgen geäußert. Auf diese wie auch auf alle anderen Fragen ging unser Ratsmitglied und integrationspolitscher Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Christian Joisten, möglichst individuell ein und konnte dabei entsprechende Erfahrungswerte von anderen bereits vorhandenen Standorten vorstellen.

Als noch zu klärende Frage wurde das Thema Lärmschutz und die fußläufigen Zuwegung zu der Unterkunft von uns mitgenommen. Und Christian Joisten sagte zu, im Rahmen der weiteren Beratungen auf eine Reduktion der Unterbringungsplätze zu drängen.

Allerdings wies er auch wieder und wieder auf das unauflösliche Dilemma hin, in dem sich Politik und Verwaltung befinden: Die Politik, und allen voran die KölnSPD, möchte die 21 derzeit noch belegten Turnhallen so schnell wie möglich räumen, da dies die schlchteste Unterbringungsform für die dort lebenden Menschen darstellt und zum anderen den betroffenen Sportvereine zunehmend die Existenzgrundlage entzieht!

Um dieses Ziel zu erreichen, versucht die Verwaltung schnellstmöglich realisierbare Unterkünfte in möglichst hoher Zahl zu errichten – mit dem Effekt, dass auch diese dann vom Grundsatz her keine idealen Integrationsvorausetzungen mit sich bringen.

Diesem Dilemma konnte auch die gestrige Veranstaltung nicht entkommen, so dass die Realisierung dieses Standortes sehr wahrscheinlich ist.

Allerdings haben nicht nur der Ortspfarrer Wahlen, sondern auch weitere Anwesende ihre Bereitschaft bekundet, den neuhinzukommenden Urbacher Mitbürgern mit Rat und Tat zur Seite stehen zu wollen – so sieht Kölsche Solidarität dann auch in Urbach aus!