Suche Menü

Bürgerdialog zur Flüchtlingsunterkunft in Wahn

Intensive Diskussion mit wertvollen Impulsen für die Politik

Am gestrigen Abend sind rund 70 Bürgerinnen und Bürger der Einladung des Bezirksvertreters Christian Joisten und des SPD-Ortsvereins Wahn, Wahnheide, Lind, Libur gefolgt und haben an einem Bürgerdialog im Vereinsheim des SC Neptun zur geplanten Flüchtlingsunterkunft an der Albert-Schweitzer-Straße in Wahn teilgenommen.

Über zwei Stunden wurden dabei viele Fragen gestellt und beantwortet sowie teilweise hitzig darüber diskutiert, ob der von der Verwaltung vorgeschlagene und den politischen Gremien zur Beschlussfassung vorliegende Standort in Wahn geeignet ist bzw. welche Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Integration einer Flüchtlingsunterkunft  an dieser Stelle notwendig sind.

Zunächst hatte allerdings die stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für den Bereich Allgemeine Verwaltung der SPD-Ratsfraktion, Susana dos Santos Herrmann, die Rahmenbedingungen für die Unterbringung von Flüchtlingen im Allgemeinen und am Standort Wahn im Speziellen in einem Kurzvortrag dargestellt.

Die Fragen und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger in den anschließenden Fragerunden kreisten stark um die Bereiche Kinderbetreuung und Schule sowie Sicherheit und Ordnung, wobei die Nähe zum Schulzentrum von vielen kritisch gesehen wurde.

Unter Anwesenheit einiger Schulvertreter und auch zweier Schulleiter, wurde insbesondere auch die Frage von Lehr- und Sozialarbeiterstellen sowie der Raumkapazitäten an den betroffenen Schulen diskutiert. Hier haben Susana do Santos Herrmann und Christian Joisten in jedem Fall Unterstützung zugesagt.

Zwischendurch wurde die Entwicklung und aktuelle Situation der Flüchtlingsunterkunft im Hotel Dürscheidt in Porz-Urbach mit den größtenteils positiven Erfahrungen dargetsellt. Anhand dieses Beispiels konnte auch auf eine erfolgreiche Beteiligung und Ausstattung der dortigen Grundschule verwiesen werden, in der die Kinder zunächst in einer speziellen Förderklasse auf den Regelunterricht vorbereitet werden.

Folgende Aspekte und Forderungen hat Christian Joisten in die weitere Beratung des Themas mitgenommen:

  • Anforderung/Bereitstellung zusätzlicher Lehrkräfte zur Bildung von Förderklasse
  • Schaffung von Kapazitäten in der Schulsozialarbeit
  • Schaffung zusätzlicher Raumkapazitäten, ggf. auf dem geplanten Gelände der Unterkunft
  • Erarbeitung eines pädagogischen Unterstützungskonzeptes mit allen Schulen im der Umgebung (Wahner Schulen+Heideschule in Wahheide) unter Berücksichtigung des unterschiedlichen Bedarfes an Schulkapazitäten im Primar- und Sekundarbereich (Sprachförderung in jedem Fall benötigt)
  • Pädagogische Begleitung der Kinder im KiTa-Alter hinsichtlich sprachlicher Integration (angespannten KiTa-Platzlage im Bereich Wahn)
  • Sprachkurse zum Erwerb der deutschen Sprache für alle Bewohner sicherstellen
  • Früher Dialog mit Kirchen und Vereinen hinsichtlich der Integration der Flüchtlingsfamilien in die jeweilige Arbeit
  • Konzept zur Beschäftigung der erwachsenen Bewohner, ggf. im Rahmen der Unterkunft bzw. des Umfeldes
  • Sicherstellung der Müllbeseitigung, ggf. unter Beteiligung der Bewohner
  • Qualifizierter Sicherheitsdienst, der seiner Aufgabe als Vertretung des „Herbergsvaters“ gerecht wird und sich nicht verschanzt.
  • Sensibilisierung der örtlichen Polizei für den Standort, damit ggf. schnelle Unterstützung sichergestellt ist

Es wurden auch konkrete Alternativstandorte im Bereich Wahn/Wahnheide/Lind genannt, die nun auf Veranlassung von Christian Joisten seitens der Verwaltung hinsichtlich der von allen demokratischen Kräften gemeinsam festgelegten Kriterien geprüft werden.

Folgende alternative Standorte wurden von den anwesenden Bürgern vorgeschlagen:

  1. Nachtigallenstraße, nördliche Seite, Höhe Albin-Köbis-Straße („Zirkusfläche bzw. daneben)
  2. Nördlicher Abschnitt der Straße Am Bahnhof, zwischen Fallgatterweg und Frankfurter Straße
  3. Gewerbegebiet am Porta-Kreisel an der Frankfurter Straße
  4. Wahnheide, zwischen Nachtigallenstraße und Vereinsheim des Schäferhundevereins

Sollte sich einer dieser Standorte als gleichwertig oder besser erweisen, hat Christian Joisten zugesagt, diesen auch im Rahmen der bevorstehenden Sitzung der Bezirksvertretung Porz vorzuschlagen.

Christian Joisten nimmt gerne auch weitere Hinweis und Anregungen entgegen. Genauso kann eine Informations-E-Mail zum weitere Verlauf der politischen Beratungen angefordert werden. Für beides kann folgende E-Mail-Adresse genutz werden: info@christian-joisten.de

Insgesamt haben sowohl Susana dos Santos Herrmann als auch Christian Joisten deutlich gemacht, dass es für alle Beteiligten besser wäre, dass eine solche Diskussion überhauot nicht geführt werden muss, da dann nicht Millionen von Menschen auf der Flucht und wir nicht in der Situation wären, über deren Integration in viele Kölner Stadtteile beraten zu müssen. Beide zeigten sich aber optimistisch, dass dieser Prozess erfolgreich verlaufen kann und es zu keinen nennenswerten Problemen kommen muss.