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Alternativstandorte für die Flüchtlingsunterkunft in Wahn

SPD bringt zwei Flächen in die Beschlussfassung ein

Alternativstandorte Flüchtlingsunterkunft WahnIm Bürgerdialog von Bezirksvertreter Christian Joisten und SPD-Ortsverein Wahn, Wahnheide, Lind, Libur zu einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Wahn am vergangenen Dienstag, stand die Nähe des Standorts zum benachbarten Schulzentrum im Mittelpunkt der Kritik. Deshalb hatten die anwesenden Bürger Alternativstandorte im Bereich Wahn vorgeschlagen, an denen sie sich prinzipiell eine Flüchtlingsunterkunft vorstellen können. Diese hätten den Vorteil, dass die bereits jetzt als problematisch wahrgenommene Sitaution rund um die Schulen nicht tangiert würde.

Bezirksvertreter und SPD-Ortsvereinsvorsitzender Christian Joisten hatte zugesagt, diese Standorte umgehend durch die Verwaltung prüfen zu lassen und, wenn sie sich als geeignet erweisen, in die weitere politische Beratung einzubringen.

Die Prüfergebnisse liegen nun vor und zeigen, dass zwei der vier Standorte durchaus Chancen hätten. Der beste von den Bürgern vorgeschlagene Alternativstandort wäre demnach eine der Freiflächen im Bereich der sogenannten „Nordanbindung“ zum S-Bahnhof Wahn entlang der Straße „Am Bahnhof“. Auch dieser wäre eine integrierte Lage mit guter Anbindung an den Einzelhandel, den öffentlichen Personennahverkehr und die örtlichen Schulen. Diese Flächen befinden weitestgehend in Privatbesitz. Es wurde bereits  Kontakt mit dem Eigentümer aufgenommen und dieser signalisierte Gesprächsbereitschaft.

Der zweite in Frage kommende Standort wäre die als Gewerbefläche vorgesehene Fläche an der Frankfurter Straße am südlichen Ortsausgang von Wahn, gegenüber des Porta-Geländes. Diese Fläche ist bereits mit Straßen sowie Wasser- und Stromversorgung voll erschlossen. Sie wird allerdings derzeit nicht vermarktet, weil zunächst im Rahmen einer Machbarkeiststudie ermittelt werden soll, ob die Verlängerung der Ortsumgehung Niederkassel von Libur kommend hier an die Frankfurter Straße angebunden werden kann. Eine Teilfläche im nördlichen Bereich dieses Gebietes für eine temporäre Flüchtlingsunterkunft bereitzustellen, erscheint denkbar.

Die zwei genannten Alternativstandorte sind in dem nebenstehenden Kartenausschnitt rot markiert.

Um diesen beiden Flächen eine Chance auf Realisierung zu geben, wird die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Porz diese im Rahmen der Beratung der Beschlussvorlage zu den Flüchtlingsunterkünften in der Sitzung der Bezirksvertretung Porz am kommenden Dienstag, den 01. April 2014 im Bezirksrathaus Porz, einbringen. Ziel ist es, dass der Rat am 08.04.2014 den Standort an der Nordanbindung Bahnhof Wahn mit erster Priorität beschließt, vorbehaltlich einer Einigung mit dem Grundstückeigentümer. Der Standort im südlichen Wahn gegenüber Porta soll dabei als erste Alternative dazu beschlossen werden. Der ursprüngliche Standort an der Albert-Schweitzer-Straße sollte nur die letzte Option sein, falls sich bei den beiden anderen unüberwindbare Hürden auftun.

„Ich bin froh, dass es mir gelungen ist, dem Vorschlag aus der Bürgerschaft folgend zusammen mit der Verwaltung immerhin zwei realisierbare Alternativflächen zu identifizieren, auf denen sich eine Flüchtlingsunterkunft errichten lässt“ zeigt sich Christian Joisten vorsichtig optimistisch. „Dabei werde ich weiterhin alles daransetzen, einen dieser Standorte auch tatsächlich zu realsieren. Der Weg dorthin ist zwar noch mit einiger Arbeit verbunden, aber leistbar. Ich bin jedenfalls dankbar, in der Verwaltung bisher viel Unterstützung erfahren zu haben. Dies macht mir  Hoffnung, am Ende einen guten Kompromiss zwischen den Bedürfnissen der Wahner Bevölkerung und den Flüchtlingen aus Krisengebieten finden zu können“ so Joisten abschließend.