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Christian Joisten: Auch Deutsche Bank muss Verantwortung übernehmen

Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Porz freut sich sehr über die Entscheidung des Oberbürgermeisters Jürgen Roters, im Namen der Stadt Köln ein Kaufangebot für die seit Jahren leerstehende Hertie-Immobilie in Porz-Mitte abzugeben.

„Die Entscheidung zeigt, dass Oberbürgermeister Jürgen Roters die Zukunft von Porz-Mitte tatsäch-lich zur Chefsache gemacht hat und nun entschlossen ist, alles in seiner Macht stehende zu tun, um hier zügig voran zu kommen“ zeigt sich SPD-Fraktionsvorsitzender Christian Joisten zufrieden. „Nach der Lösung des Tiefgaragenproblems und dem von der Porzer SPD-Fraktion initiierte Be-schluss zur Neuaufstellung eines Bebauungsplanes für die Porzer Innenstadt ist dies ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Auflösung des Stillstandes rund um die Hertie-Immobilie. Stadtverwaltung und Politik haben damit alle Register gezogen, die eine Kommune in diesem Spiel privater Akteure ziehen kann“ zeigt sich Joisten überzeugt.

Das grundsätzliche Problem ist aus Sicht von Christian Joisten allerdings der völlig überhöhte Kaufpreis, der aktuell bei mehr als dem Doppeltem des tatsächlichen Gebäudewertes liegt und hinter dem nach Überzeugung des Sozialdemokraten die Deutsche Bank mit Ihrer Niederlassung in London steckt, die wiederum die Hauptgläubigerin der Hertie-Immobilien ist.

„Da die Porzer Immobilie bei dem Verkauf durch den KarstadtQuelle-Konzern mit einem Preis für die Kölner Innenstadtlage rund um Schildergasse und Hohe Straße bewertet wurde, der seinerzeit bereits nichts mit den Preisverhältnissen in Porz zu tun hatte, stehen die Kredite der Deutschen Bank immer noch mit diesen völlig überhöhtem Werten in den Büchern“ erläutert Christian Joisten die Situation. „Über die Gründe für diese Fehlbewertung kann nur spekuliert werden, aber nach allem was wir wissen haben damalige KarstadtQuelle-Manager an der Veräußerung mitverdient und waren an einem hohen Kaufpreis interessiert.

Und da nun die Deutsche Bank nicht gewillt ist, den unausweichlichen Verlust zu realisieren und einen Teil des Geldes endgültig abzuschreiben, beharrt der Insolvenzverwalter im Interesse der Gläubiger, also vor allem der Deutschen Bank, auf dem hohen Millionenbetrag.

„Nachdem zwischenzeitlich viele Interessenten für die Immobilie gekommen und wegen des viel zu hohen Preises wieder gegangen sind, fordern wir nun von der Deutschen Bank, endlich Verantwortung zu übernehmen und die Immobilie den verbliebenen Interessenten zu einem realistischen Preis anzubieten, damit Porz-Mitte endlich wieder eine Zukunft hat“ appelliert Christian Joisten an die Verantwortlichen in der Frankfurter Konzernzentrale. „Und wenn auf unsere entsprechenden Schreiben nicht die geforderten Maßnahmen folgen, werden wir gemeinsam mit der Porzer Öffentlichkeit für den entsprechenden Druck der Straße zu sorgen wissen!“