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Lärmschutz auch für den Bodenlärm stärkere Beachtung schenken

Der SPD-Ortsverein Wahn, Wahnheide, Lind, Libur dankt dem Bürgerverein Wahn-Wahnheide-Lind für den gelungenen Bürgerdialog zum Thema „Unser Nachbar der Flughafen Köln/Bonn“ im Wahner Aegidium.

Diese Veranstaltung mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH, Michael Garvens, dem Porzer Landtagsabgeordneten Jochen Ott, dem Sonderbeauftragten der Flughafengeschäftsführung, Walter Bieber und dem Bereichsleiter Lärmschutz bei der Flughafengesellschaft, Martin Partsch hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig der unmittelbare Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern zu diesem facettenreichen Thema ist.


In der vom Bürgervereinsvorsitzenden Jochen Humberg moderierten Veranstaltung standen neben dem klassischen Thema Nachtflug auch die Lärmbelastungen durch die Nutzung der Querwindbahn am Tage sowie durch den Bodenlärm in der Nacht im Mittelpunkt.

Von den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern, die in der Einflugschneise der Querwindbahn wohnen, wurde die aus ihrer Sicht zunehmende Nutzung dieser Start- und Landebahn beklagt, die mit erheblichen Lärmbelastungen bei jeder Flugbewegung verbunden ist. Obwohl diese Bahn in der Zeit zwischen 22:00 und 06:00 Uhr geschlossen ist, empfinden die betroffenen Anwohner die steigende Lärmbelastung am Tage als enorme Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität. Insofern kann die Zusage des Flughafengeschäftsführers Michael Garvens, die entsprechenden Flugbewegungen genauer prüfen und gegebenenfalls das Gespräch mit den betroffenen Fluggesellschaften suchen zu wollen, als ein starkes Signal betrachtet werden, dass diese Belastungen der Anwohner ernst genommen und an einer Reduzierung gearbeitet wird.

Im Rahmen der Veranstaltung hat Christian Joisten, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Wahn, Wahnheide, Lind, Libur und Fraktionschef in der Bezirksvertretung Porz auch ein Anliegen der örtlichen SPD vorgetragen und die Problematik des Bodenlärms in der Nacht besonders betont. Insbesondere durch den Ausbau des Frachtbereiches in süd-westlicher Richtung sowie durch den Wegfall einiger schallschluckender Baumpuffer ist die Lärmbelastung in den beiden Stadtteilen in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. 

„Im Interesse der Anwohner des südlichen Teils von Wahnheide und Lind habe ich daher Herrn Garvens gebeten, bei der Festlegung weiterer freiwilliger Lärmschutzzonen ein besonderes Augenmerk auf diese beiden Stadtteile zu legen, um hier durch Maßnahmen des passiven Schallschutzes einen verbesserten Schutz der Anwohner zu gewährleisten“ erklärt Christian Joisten im Anschluss an die Veranstaltung

Der nördliche Teil von Wahnheide ist zusammen mit einigen Bereichen in Grengel bereits seit einigen Jahren Bestandteil des freiwilligen Schutzprogramms des Flughafen Köln/Bonn

„Gemeinsam mit unserem Landtagsabgeordneten Jochen Ott werde ich mich weiterhin für den Erhalt des Flughafenstandortes Köln/Bonn und somit für die Sicherung tausender Arbeitsplätze einsetzen, allerdings sind wir uns auch darin einig, dass dabei die Interessen und Bedürfnisse der Anwohner wachsende Aufmerksamkeit erfahren müssen – und dies bedeutet unter anderem, dass der Flughafen weiterhin einen Teil seiner Erlöse in den Schutz seiner Nachbarn investieren muss“ so Joisten abschließend.