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„Die Leitplanken breiter machen um Investoren anzulocken“

Die Porzer SPD möchte in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Porz mit einem weiteren Antrag eine Beschleunigung und Intensivierung der Bemühungen um die Nachnutzung der Hertie-Immobilie sowie des Umfeldes mit Tiefgarage und Friedrich-Ebert-Platz erreichen.

Beantragt wird eine Änderung des Bebauungsplans mit dem Ziel, die Fläche der heutigen Hertie-Immobilie und des unmittelbaren Umfeldes städtebaulich neu zu ordnen. Dadurch soll eine möglichst große Bandbreite von Gebäudeanordnungen und Flächennutzung möglich werden, die eine teilweise Bebauung des Friedrich-Ebert-Platzes als ausdrücklichen Bestandteil des Bebauungsplans beinhaltet. Auch sollen Einzelhandelsflächen bis zu 10.000 qm zugelassen werden.


„Mit diesem Antrag wollen wir gegenüber potentiellen Investoren, aber auch gegenüber der Stadtver-waltung, deutlich machen, dass wir die „Leitplanken“ für eine zukünftige Nutzung des Areals mög-lichst breit machen. Damit können sich viele Investoren mit vielleicht sehr unterschiedlichen Ideen und Konzepten dieser wichtigen Flächen annehmen und wir zu einer schnellen Lösung für die nun schon viel zu lange vor sich hin vegetierenden Porzer City kommen.“, erläutert Fraktionschef Christi-an Joisten die Intention des Vorstoßes.

Der Porzer Ratsherr Lutz Tempel ergänzt, dass der noch gültige Bebauungsplan auf dem Friedrich-Ebert-Platz nur jene Randbebauung gestattet, die es bis zum Brand des ehemaligen Feldhaus-Spielwarenladens gegeben habe. „Wir müssen feststellen, dass dieser Bebauungsplan die Gespräche zwischen Investoren und Verwaltung behindert. Die Verwaltung darf aktuell nicht mehr genehmigen als zuvor, die Investoren hingegen verlassen sich nicht auf Zusagen für eine Änderung des Bebauungsplans. Daher haben wir vereinbart, die ohnehin notwendige Bebauungsplanänderung bereits jetzt, parallel zu den Verkaufsgesprächen, anzuschieben. Sie umfasst konsequenterweise den gesamten Komplex, also sowohl das derzeit leer stehende Hertie-Gebäude als auch die Tiefgarage mit dem darüber liegenden Friedrich-Ebert-Platz.“

„Gleichzeitig fordern wir mit dem Antrag die Fachverwaltung auf, alle ernsthaften Interessenten und Projektideen mit einem Höchstmaß an Engagement und Unterstützung zu begleiten.“, so Joisten weiter. „Gemeinsam muss nun schnellstmöglich eine Lösung gefunden werden, welche diesen Bereich zu einem attraktiven Magneten für den ganzen Porzer Stadtbezirk entwickelt.

„Da die Hertie-Immobilie nun endlich auf dem Immobilienmarkt zum Kauf angeboten wird, erscheint die Aufstellung eines Bebauungsplans, der möglichst viele Optionen offen hält und gleichzeitig zur Beschleunigung des Gesamtverfahrens beitragen kann, als sinnvolle Unterstützung potentieller Investoren sowie der angestrebten Verwaltungsaktivitäten.“, ergänzt Lutz Tempel, der sich im Stadtentwicklungs-ausschuss dafür einsetzen wird, dass diese Änderung des Bebauungsplanes mit hoher Priorität versehen und die Verwaltung entsprechend beauftragt wird.

Die Sozialdemokraten sind sich einig darin, dass die Wiederbelebung der Porzer City hin zu einem attraktiven Stadtbezirkszentrum mit einem breiten Warenangebot für alle Bereiche des täglichen Lebens höchste Priorität in ihrem kommunalpolitischen Handeln für Porz-Mitte genießt. Sie hoffen, bis zum Beginn des nächsten Jahres zu klaren Perspektiven zu kommen, die kurzfristig umgesetzt werden können.