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Die Weihnachtsbotschaft von Urbach

Der zentrale Ort der Weihnachtsgeschichte ist eine Herberge, die außer einer Krippe keinen Platz für ein Neugeborenes aufweist – deshalb liegt der Erlöser der Welt zunächst in einer solchen Futterkrippe im Stall zu Bethlehem. Da wir heute in einem der reichsten Länder der Erde leben, müssen auch noch so Bedürftige nicht mehr in Viehställen nächtigen, aber entsprechende Herbergen, die Menschen aufnehmen, die aus den verschiedensten Gründen ihre Heimat vorübergehend oder dauerhaft verlassen mussten, gibt es auch heute noch – auch in Urbach!

Und eine solche Herberge – in diesem Fall das Hotel Dürscheidt – haben der Porzer SPD-FraktionsvorsitzendeChristian Joisten sowie Vertreter des örtlichen SPD-Ortsvereins an Heiligabend besucht, um Schokoladen-Weihnachtsmänner an die vielen Kinder sowie kleine Kölner Christstollen an die Erwachsenen Bewohner des Hotels zu verteilen.

„Wir wollen damit ein Zeichen setzen, dass wir Menschen in Not zunächst einmal willkommen heißen und ihnen unsere Gastfreundschaft zuteilwerden lassen, unabhängig davon, ob diese rein rechtlich einen dauerhaften Anspruch auf Asyl haben oder nicht“ erläutert Fraktionschef Christian Joisten die Hintergründe des Besuches. „Vor dem Hintergrund der jüngeren deutschen Geschichte und den vielen Flüchtlingen die damals Zuflucht in aller Welt gefunden haben, haben wir eine besondere Verpflichtung Verfolgten gegenüber – wobei nur die allerwenigsten der hier ankommenden Flüchtlinge und Asylbewerber auch tatsächlich anerkannt werden; aber das Ergebnis der Anerkennungsverfahren können und dürfen wir nicht vorwegnehmen“ so Joisten weiter.

Sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen zeigten sich hocherfreut und dankbar, vor allem auch über den damit verbundenen Willkommensgruß der SPD-Vertreter, zu denen neben Christian Joisten der Ortsvereinsvorsitzende Dieter Becker sowie dessen Stellvertreter Gert Vogel zählten.

Überrascht waren alle drei von der freundlichen und offenen Atmosphäre des Hotels und seiner Bewohner, die durchweg den Eindruck erweckten, als wollen sie vorbildliche und unauffällige Gäste sein, die mit anpacken und sich nicht bedienen lassen wollen. Auch von der hochwertigen Ausstattung des Hotels und der optimalen Vorbereitung auf die sechs Großfamilien konnten sich die SPD-Vertreter überzeugen.

„Nach meiner Wahrnehmung leistet die Betreiberfamilie hier sehr gute und engagierte Arbeit und trägt entscheidend dazu bei, dass sich nicht nur die Familien wohlfühlen sondern dass auch die Nachbarn bisher in keinster Weise beeinträchtigt wurden“ äußert sich Fraktionschef Christian Joisten erfreut.

Und auch die Nachbarschaft des Hotels Dürscheidt hat in Teilen bereits ihr Herz für die neuen Bewohner entdeckt und trägt durch kleine Geschenke und handfeste Unterstützung dazu bei, dass sich diese in ihrem neuen Umfeld wohlfühlen können.

„Wir würden uns sehr freuen, wenn sich möglichst viele Urbacherinnen und Urbacher genauso wie wir ein Bild von der tatsächlichen Situation im Hotel machen würden, damit Vorurteile und Fehlinformationen keine Chance habe und die Integration der vorübergehenden Nachbarn möglichst optimal gelingt“ sagen Joisten, Becker und Vogel einhellig. „Das Hotel steht jedem Interessierten jederzeit offen und die Familie Odenthal freut sich über jede Unterstützung aber auch kritisches Feedback aus der Nachbarschaft“ fasst Christian Joisten das Gespräch mit der Betreiberfamilie zusammen.

„…denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.“ – auch Jesus würde sich heute sicherlich über jede Unterstützung freuen, selbst wenn er nicht in einer Krippe liegen müsste! – In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten!

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