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Wohnortnahe Versorgung in Eil und Finkenberg sichern

In der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung Porz am 18.03.2010 stand wieder einmal die Erweiterung der Verkaufsfläche des Discounters ALDI in Porz-Eil auf der Tagesordnung.

Die Bezirksvertretung Porz hatte dabei über den Bebauungsplan-Entwurf zur Erweiterung des Discounters an der Ecke Neue Eiler Straße/Clarenbachstraße zu befinden. Dieses Vorhaben widerspricht allerdings dem gesamtstädtischen Nahversorgungskonzept, da sich der ALDI-Standort nicht in einem sogenannten „Nahversorgungszentrum“ befindet, um aus einer zentralen Lage heraus alle Bewohner eines Stadtteils mit den Dingen des täglichen Lebens zu versorgen.

In den jeweiligen „Nahversorgungszentren“, also den Ortsmittelpunkten von Eil und Finkenberg existieren darüber hinaus weitere Discounter., die neben anderen Einzelhändlern die tatsächliche „NAHversorgung“ der örtlichen Bevölkerung, vor allem auch der älteren oder gehbehinderten Bewohner sowie Kunden ohne Kraftfahrzeug, sicherstellen. Die Ansiedlung des im Dezember 2009 eröffneten Discounters in Finkenberg hat sich zuletzt sehr schwierig gestaltet und ist erst durch intensive Bemühungen von Politik und Verwaltung geglückt.

„Die Porzer SPD-Fraktion hat sich der Meinung der Fachverwaltung angeschlossen, dass eine Erweiterung der Verkaufsfläche des Discounters ALDI zu einem weiteren Abzug von Kaufkraft aus den Zentren von Eil und Finkenberg führen würde, welcher das „Einzelhandelssterben“ in den beiden Ortszentren beschleunigen und damit die wohnortnahe Versorgung der Eiler und Finkenberger Bevölkerung mittelfristig in Frage stellen würde“ macht der SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Joisten die Position der Porzer SPD-Fraktion deutlich.

„Wir als SPD können und wollen dieser Entwicklung aber keinen Vorschub leisten. Die älteren Menschen werden immer zahlreicher und vor allem auch immer älter. Wenn wir dieser größer werdenden Gruppe von Bürgern den Verbleib in den eigenen vier Wänden möglichst lange erhalten wollen, dann müssen wir uns heute um deren Versorgung mit den Dingen des täglichen Lebens kümmern und diese Versorgung wohnortnah sicherstellen.

Alles andere ist unverantwortlich. Wir machen nicht nur Politik für die jungen und mobilen sondern für alle Porzer Bürger“ so Joisten weiter.

Und auch der lokal zuständige Bezirksvertreter Andreas Weidner sieht zu diesem Weg keine Alternative: „Im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger von Eil und Finkenberg müssen wir alles daran setzen, die Zentren der beiden Ortsteile in den kommenden Jahren wieder zu stärken und auszubauen. Ich bin davon überzeugt, dass viele Bürgerinnen und Bürger, die heute den Ausbau des ALDI-Marktes befürworten, uns einmal dankbar sein werden, wenn sie ihre Einkäufe auch in Zukunft noch fußläufig und wohnortnah erledigen können.
Im Übrigen hat der ALDI in seiner aktuellen Größe Bestandsschutz und kann an alt bewährter Stelle auch in Zukunft bestehen bleiben, so dass niemand auf diesen Markt verzichten muss“ 

Die gesamte Presseinformation Wohnortnahe Versorgung in Eil und Finkenberg sichern.

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