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SPD für Kompromiss – Ideale Lösung für Alle gibt es nicht

In der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung Porz am 18.03.2010 stand erneut die Optimierung der Verkehrsführung in der Tempo 30-Zone rund um die Zündorfer Straße in Urbach auf der Tagesordnung.

Die Bezirksvertretung Porz konnte dabei aus insgesamt vier Varianten, die von der Verwaltung geprüft und bewertet wurden, die aus ihrer Sicht beste auswählen.
In langjähriger Kenntnis der örtlichen Situation, war der SPD-Fraktion nach Lektüre der Vorlage schnell klar, dass auch diesmal der „Gordische Knoten“ nicht durchschlagen werden kann und es keine Variante gibt, die den Interessen aller Anwohner und Autofahrer gleichermaßen entspricht.

Aus Sicht der Porzer SPD-Fraktion im Verbund mit den Vertretern des örtlichen SPD-Ortsvereins würde eine pure Rücknahme der verkehrslenkenden Maßnahmen, die im November 2008 auf Beschluss der Bezirksvertretung Porz getroffen wurden, die vorhandenen Probleme nicht nachhaltig lösen sondern schlicht „zurückverlagern“.

Deshalb hat die SPD im Verbund mit Bündnis ́90/Die Grünen in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung Porz eine neue Variante beschlossen.
Diese sieht vor, dass die Zündorfer Straße zwischen der Stephanstraße und dem Hugo-Distler-Weg gesperrt wird, so dass der Bereich der Sportplätze und der Kleingartenanlage komplett über die Bachstraße und Beethovenstraße erschlossen wird, während die Regelungen im östlichen Bereich des Gebietes unverändert bleiben.

Gleichzeitig wurde die Verwaltung aber auch beauftragt, die Öffnung der Brucknerstraße im Bereich eines Privatgeländes durch Verhandlungen mit dem Eigentümer und gegebenenfalls unter Ausschöpfung aller rechtlichen Möglichkeiten zu verfolgen, um die Belastungen der Anwohner für das sogenannte „Musikerviertel“ nicht zu groß werden zu lassen. Diese sollen ferner zusammen mit den Sportvereinen von der Stadtverwaltung über die anstehenden Veränderungen informiert werden. Auch eine Änderung der Zu- und Abfahrtsbeschilderung der Sportanlage Brucknerstraße war Bestandteil des Beschlusses.

Auf Initiative der SPD wurde die Maßnahme zunächst auf ein Jahr beschränkt, um danach zu prüfen, ob diese den gewünschten Effekt, nämlich die Reduzierung des Verkehrs auf der Zündorfer Straße gebracht hat.
Darüber hinaus wurde die Verwaltung beauftragt, den Verkehr aus dem Neubaugebiet „Kaiserhöfe“ über dem Heinrich-Lob-Weg direkt auf die Kaiserstraße zu leiten.

„Wir sind uns völlig darüber im Klaren, dass es keine ideale Lösung für alle betroffenen Anwohner gibt, weshalb sich diese bisher auch nicht auf eine gemeinsame Position verständigen konnten“ erläutert SPD-Fraktionsvorsitzender Christian Joisten die Situation. „In dieser schwierigen Gemengelage zeichnet sich verantwortungsvolle Politik aus unserer Sicht dadurch aus, dass sie versucht, sich der optimalen Alternative anzunähern und den Erfolg der Maßnahmen prüft. Deshalb haben wir die aktuellen Maßnahmen auch wieder auf ein Jahr befristet um zu schauen, ob die völlige Trennung des „vorderen“ und „hinteren“ Bereichs der Zündorfer Straße zu der gewünschten Verkehrsreduzierung geführt hat“ so Joisten weiter. 

Die gesamte Presseinformation SPD für Kompromiss – Ideale Lösung für Alle gibt es nicht.

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