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Heuschrecke droht den Porzer Einzelhandel zu zerstören

Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Porz begrüßt es sehr, dass der Rat heute mit breiter Mehrheit das Entwicklungskonzept Porz-Mitte mit wesentlichen Änderungen der Bezirksvertretung Porz beschlossen hat.

„Damit wird eine gute Grundlage für eine positive Entwicklung von Porz-City gelegt“ kommentiert SPD- Fraktionsvorsitzender Christian Joisten die Entscheidung. „Allerdings kann es durch aus sein, dass es zumindest in der „Einkaufsstadt Porz“ schon bald nichts mehr zu entwickeln gibt, wenn die britische Finanz-Heuschrecke Dawnay Day nicht endlich das ehemalige Hertie-Gebäude zu einem vernünftigen Preis an einen Investor verkauft“ zeigt sich Joisten verärgert.

„Seit dem vergangenen Herbst, also fast unmittelbar nach Schließung des Hertie-Warenhauses, steht ein Investor mit einem guten und zukunftsfähigen Konzept bereit, um die Immobilie zu übernehmen und in ein attraktives Einkaufszentrum zu verwandeln. Zwischenzeitlich haben ich persönlich sogar noch einen weiteren Investor gewinnen können, der sich für die ehemalige Hertie-Immobilie interessierte und ebenfalls über ein attraktives Konzept verfügte. Am Ende scheitern allerdings alle Bemühungen, weil die Finanz-Heuschrecke Dawnay Day, der die Immobilie gehört, und die durch ihre Mietpreispolitik bereits für die Hertie-Insolvenz Verantwortung trägt, an ihren völlig utopischen Preisvorstellungen festhält. Dies ist zunehmend unerträglich und nicht mehr hinnehmbar“ empört sich Joisten.

Politik und Verwaltung haben in den vergangenen Monaten alle Stolpersteine für eine rasche Übernahme und eine zügige Sanierung des Gebäudes aus dem Weg geräumt – auch die sanierungsbedürftige Tiefgarage wird nach den letzten Gesprächen zwischen allen Beteiligten kein nachhaltiges Problem darstellen sondern dem Investor zu günstigsten Konditionen überlassen.

Aber der eigentliche Verkauf der Immobilie ist nun ein Geschäft zwischen zwei privaten Unternehmen – und da hat weder die Politik noch die Verwaltung eine Möglichkeit, dieses Geschäft direkt zu beeinflussen.

„Wir lassen jetzt aber alle Möglichkeiten prüfen, den behördlichen Druck auf den Eigentümer zu erhöhen“ erklärt Christian Joisten das weitere Vorgehen der SPD-Fraktion. „Es gibt da noch den einen oder anderen Instrumentenkasten mit Folterwerkzeugen, die der Heuschrecke Schmerzen bereiten können. Wir werden jedenfalls nicht tatenlos zusehen, wie die Heuschrecke den Porzer Einzelhandel zerstört und Porz damit zu einer Geisterstadt werden lässt!“ zeigt sich Joisten kämpferisch.

Eines ist aber für Joisten völlig klar: „Wir werden das perverse Spiel der Heuschrecke garantiert nicht mit Steuermitteln belohnen – mal ganz abgesehen davon, dass die Stadt Köln kurz vor einem Nothaushalt steht und es sich derzeit nicht ansatzweise leisten kann, der Heuschrecke auch nur einen Euro in den Rachen zu werfen.

Aber die Stadtverwaltung hat an vielen Stellen ja auch die Möglichkeit, durch Auflagen und Handlungsanweisungen die Eigentümer von Immobilien zu rechtsstaatskonformen Verhalten zu zwingen“ weist Joisten dezent auf die Folterinstrumente hin.

„Bevor eine endgültige Ruhe in Porz-City einkehrt, wird die SPD jetzt mal richtig laut – so laut, dass es auch auf der großen Insel in der Nordsee hör- und vor allem fühlbar wird“ so Joisten abschließend. 

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